Abfallmanagement

Nachhaltigkeitstalk beim BSH: Gemeinsam Wege zur Plastikvermeidung entdecken

Wie lässt sich Einwegplastik im Alltag vermeiden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Baltic Environmental Forum im Rahmen eines Online-Workshops beim Nachhaltigkeitstalk des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). An dem 90-minütigen Workshop nahmen mehr als 60 Beschäftigte des BSH aus unterschiedlichsten Fachbereichen teil – darunter Beschaffung, Gebäudemanagement, Umweltmanagement, Meeresforschung, Nautische Hydrographie, Schifffahrt, Raumordnung auf See sowie das Maritime Datenzentrum.

Zu Beginn des Vortrags wurde deutlich, welche Auswirkungen die weltweite Kunststoffproduktion auf Umwelt, Klima und Gesundheit hat. Kunststoffe begleiten uns zwar in nahezu allen Lebensbereichen, verursachen jedoch entlang ihres gesamten Lebenszyklus erhebliche Umweltbelastungen – von der Herstellung auf Basis fossiler Rohstoffe bis hin zu Mikroplastik, das inzwischen weltweit in Ökosystemen und sogar im menschlichen Körper nachgewiesen wird.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen deshalb vor allem praktische Lösungen für den Alltag. Anhand zahlreicher Beispiele wurde gezeigt, wie sich Kunststoff im privaten und beruflichen Umfeld reduzieren lässt – etwa durch den Umstieg auf Mehrweg, langlebige Produkte oder alternative Materialien. Auch Aspekte einer nachhaltigen Beschaffung sowie Möglichkeiten, Verpackungsabfälle im Büro- und Arbeitsalltag zu vermeiden, wurden vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Inhalte knüpfen eng an die Ziele des Interreg Baltic Sea Region Projekts Change(K)now! an. Das Projekt unterstützt Kommunen und weitere Akteurinnen dabei, kreislauffähige Lösungen für die Lebensmittelversorgung zu entwickeln und den Übergang von Einweg- zu Mehrwegsystemen voranzubringen. Dabei zeigt sich, dass nachhaltige Veränderungen nicht allein durch neue Produkte entstehen, sondern vor allem durch gut funktionierende Systeme und das gemeinsame Engagement von Verwaltung, Unternehmen und Verbraucherinnen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Nachhaltigkeitstalks lag auf der Frage, wie nachhaltige Verhaltensänderungen entstehen. Studien zeigen, dass persönliche Gespräche und der direkte Austausch häufig deutlich wirksamer sind als reine Informationsmaterialien. Umso wichtiger sind Formate wie der Nachhaltigkeitstalk, die Raum für Fragen, Diskussionen und den Austausch eigener Erfahrungen schaffen.

Wir bedanken uns herzlich beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie für die Einladung sowie bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und den konstruktiven Austausch. Die große fachliche Bandbreite der Teilnehmenden zeigte dabei, dass die Vermeidung von Einwegplastik und die Förderung von Mehrweg keine Einzelthemen des Umweltmanagements sind, sondern viele Arbeitsbereiche einer modernen Bundesbehörde betreffen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Einwegverpackungen zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und Kreislaufwirtschaft Schritt für Schritt im Alltag zu verankern.

Change(K)now! project is co-funded by Interreg Baltic Sea Region. The projects main objective is a mindset change from single-use to circular or multiple-use of food delivery systems in cities and residents of the Baltic Sea Region.